Dokumentation des Projektes "Kurzschluss"

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Dokumentation des Kulturrucksackprojektes „Kurzschluss“: Bilder und Film online!

 

Bei dem Kulturrucksack-Projekt  „Kurzschluss“ löteten Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren, erstellten experimentelle Sound- und Videofiles und bearbeiteten ihre Files in der Postproduktion. Ziel war es, die Begeisterung  für physikalisch-technische Prozesse in Kombination mit gestalterisch-kreativen Prozessen zu wecken. Weiterhin sollte die Medienkompetenz gefördert und der Umgang mit Programmen zur Audio- und Videobearbeitung erlernt werden. Kooperationspartner waren die Filmemacherin Ulrike Korbach (Dortmund), der Musiker und Soundingenieur Alwin Weber (Dresden), das Kulturbüro der Stadt Dortmund sowie die U2_kulturelle Bildung im Dortmunder U. 

 

 Die Filmcrew im Dortmunder U

 

Während zwei intensiver Wochen im Dortmunder U sowie einzelnen Terminen zur Bildbearbeitung und für den Videoschnitt entstand so ein ca. 3-minütiger Experimentalfilm über eine Mondexplosion und ihre Folgen.

 

Kurzschluss - Krach-Roboter und Tricky Movies, ein Projekt von Kunstreich im Pott e.V.

 

In der ersten Woche gab es „experimentelle Klangkunst mittels erheblicher Löterfahrung“, wie Alwin Weber seine Arbeit umschreibt. Die Jugendlichen erlernten den Umgang mit dem Lötkolben, setzten sich mit elektronischen Schaltungen auseinander, bauten Krachroboter aus elektronischen Bauteilen, Computerschrott, wie z. B. Lüftern, Druckersteckern oder Drehpotis und entwickelten Soundcollagen. Die Programme waren Freeware, wie z.B. die Software "Audacity". Die so entstandenen Soundfiles waren der Soundtrack für den Animationsfilm, der in der zweiten Woche gedreht wurde. Die jungen Sounddesigner waren mit Feuereifer dabei, so dass weit mehr Material entstand, als für den Film verwendet werden konnte.

 

 

 

 

Auch die filmische Arbeit in der zweiten Woche war als Experiment angelegt. Neben klassischen Stop-Motion-Aufnahmen animierten sich die Teilnehmer selbst in Form einer Pixilation und experimentierten mit der Erstellung von abstrakten Lichtaufnahmen. Das bereits in der ersten Woche gefundene Thema „Mondexplosion“ wurde z.B. mittels Wunderkerzen, die durch verschiedene gläserne Gegenstände aufgenommen wurden, visualisiert oder Ultralangzeitbelichtungen, Über- und Unterbelichtungen wurden ausprobiert. Diese Aufnahmen waren Grundlage für die Bearbeitung mittels Photoshop und später Samples für den Videoschnitt. Wichtig war dabei, auch in der Story experimentell zu bleiben und genügend Platz für die Interpretation des Betrachters zu lassen. Es wurde an verschiedenen Sets parallel mit den Figuren aus der ersten Projektwoche gearbeitet, wobei die Gruppen einzeln agieren konnten, aber den Blick für das Gesamtprodukt nicht aus den Augen verlieren durften.

 

Roboter erobern die Erde

 

Entstanden ist ein ca. dreiminütiger Kurzfilm, der auf großer Leinwand am 5. Oktober 2014 im U-Kino Premiere feierte, und viele phantasievolle Krachroboter, die ihre Konstrukteuren nach der Fertigstellung des Films mit nach Hause nehmen durften. Die am Projekt beteiligten Jugendlichen sind sehr interessiert an nächsten Projekten und fragten bereits mehrfach nach einer Fortführung.

 

 

 

 

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